
Der Arbeitsmarkt im Baugewerbe bleibt angespannt. Bauprojekte nehmen zu, gleichzeitig ist der Markt für qualifizierte Fachkräfte weiterhin begrenzt. Für viele Bauunternehmen wird 2026 damit zum Stresstest: Projekte sollen termingerecht umgesetzt werden, während zentrale Rollen schwer zu besetzen sind.
Besonders betroffen sind jene Funktionen, die den Bauablauf tragen – von der Baustellenführung bis zur Ausführung. In diesem Umfeld gewinnt eine vorausschauende Personalplanung an Bedeutung. Der Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, wo die Nachfrage steigt und welche Strategien Unternehmen wählen, um handlungsfähig zu bleiben.
Der Bausektor bleibt ein wichtiger Treiber der Wirtschaft. Neubau, Sanierung, Infrastrukturprojekte und energetische Modernisierung sorgen für eine stabile bis steigende Auftragslage.
Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel strukturell: Erfahrene Mitarbeitende nähern sich dem Ruhestand, während der Nachwuchs in vielen Berufen nicht im gleichen Tempo nachrückt. Besonders betroffen sind Berufsgruppen, die für Sicherheit, Qualität und Koordination auf der Baustelle entscheidend sind.
Unternehmen sehen sich dadurch mit einer klaren Realität konfrontiert: Aufträge sind vorhanden – die Verfügbarkeit passender Fachkräfte ist der begrenzende Faktor.
Die Nachfrage konzentriert sich 2026 vor allem auf Fachprofile, die den Baualltag unmittelbar bestimmen:
Diese Profile gelten als schwer ersetzbar. Sie sind fachlich spezialisiert, sicherheitsrelevant und für den Projektverlauf zentral. Für Bauunternehmen bedeutet das: Genau diese Rollen rücken in der Personalstrategie 2026 noch stärker in den Fokus.
Der Fachkräftemangel im Baugewerbe ist keine kurzfristige Erscheinung, sondern eine Entwicklung mit langfristiger Wirkung. Branchenanalysen und Prognosen zeigen, dass dem Bauhauptgewerbe in den kommenden Jahren tausende Fachkräfte fehlen könnten – ein Anteil, der einen spürbaren Effekt auf Kapazität und Planbarkeit hat.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Komplexere Projekte, mehr Regulierung, höhere Sicherheitsstandards und technische Systeme erhöhen den Bedarf an qualifizierten und erfahrenen Fachkräften zusätzlich.
Für Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Personalplanung wird zur strategischen Aufgabe – nicht nur zur operativen Rekrutierungsfrage.
Viele Bauunternehmen passen ihre Personalprozesse an die neue Realität an. Typische Elemente dieser Anpassung sind:
Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung an Bedeutung. Verfügbarkeiten, Qualifikationen und Einsatzorte müssen schneller zusammengeführt werden, um Engpässe zu vermeiden. Wer Personalentscheidungen auf Basis aktueller Daten trifft, kann besser reagieren, wenn sich Rahmenbedingungen kurzfristig ändern.
Ein mittelgrosses Bauunternehmen aus der Deutschschweiz hat seine Personalplanung in den letzten Jahren schrittweise umgestellt.
Das Unternehmen setzt auf:
Dadurch gelingt es, Projekte auch bei knapper Verfügbarkeit planbar zu halten. Engpassprofile werden früh identifiziert, und zusätzliche Fachkräfte können gezielt gesucht werden, bevor kritische Phasen beginnen.
Der Arbeitsmarkt im Baugewerbe bleibt auch 2026 von hoher Nachfrage und begrenztem Angebot geprägt.
Besonders gefragte Fachprofile werden nicht kurzfristig in ausreichender Zahl verfügbar sein.
Bauunternehmen, die ihre Personalstrategie an dieser Realität ausrichten, sichern sich Vorteile:
Ein stabiles Kernteam, ergänzt durch flexible Unterstützung, kombiniert mit klaren digitalen Prozessen, schafft mehr Planungssicherheit und senkt das Risiko von Projektverzögerungen.
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