
Der Fachkräftemangel im Baugewerbe stellt Unternehmen heute vor eine doppelte Herausforderung: Projekte stapeln sich, aber das richtige Personal zu finden, wird immer schwieriger. In diesem Spannungsfeld zählt jede Entscheidung – besonders die, ob ein Unternehmen auf temporäre Einsätze oder Festanstellungen setzt.
Beide Modelle haben ihre Stärken. Temporäre Mitarbeitende bringen Geschwindigkeit, Flexibilität und Entlastung in Spitzenzeiten. Festangestellte dagegen sichern Wissen, Qualität und Verlässlichkeit. Die Kunst liegt darin, das richtige Gleichgewicht zu finden – zwischen Dynamik und Stabilität, kurzfristiger Effizienz und langfristiger Stärke.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Unternehmen strategisch entscheiden, welches Beschäftigungsmodell für ihre Projekte, Budgets und Teams wirklich Sinn macht – und warum der Mix beider Ansätze oft die effektivste Lösung ist.
Der Bau boomt – und gleichzeitig kämpfen Unternehmen um qualifizierte Fachkräfte. In dieser Situation stellt sich eine zentrale Frage: Temporär oder Festanstellung?
Beide Modelle haben ihren festen Platz in der Branche. Temporärarbeit bringt Flexibilität und Tempo, Festanstellungen schaffen Stabilität und Know-how. Die Entscheidung hängt von der Unternehmensstrategie, den Projekten und der Verfügbarkeit der Fachkräfte ab.
Dieser Beitrag zeigt, wie Bauunternehmen das passende Modell wählen – klar, fundiert und praxisnah.
Temporärarbeit ist längst ein fester Bestandteil des Baugewerbes. Sie ermöglicht Unternehmen, kurzfristig auf Auftragsschwankungen, Wetterbedingungen oder Fachkräftemangel zu reagieren.
Der grosse Vorteil: schnelle Verfügbarkeit.
Temporärangestellte können innerhalb weniger Tage eingesetzt werden, wenn Projekte anlaufen oder unerwartet mehr Ressourcen benötigen. Unternehmen zahlen nur für tatsächlich geleistete Stunden und bleiben dadurch finanziell flexibel.
Auch das sogenannte Try & Hire-Prinzip gewinnt an Bedeutung: Mitarbeitende werden zunächst temporär beschäftigt und bei guter Leistung später fest übernommen.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Temporäre Einsätze bedeuten meist weniger Bindung ans Unternehmen und erfordern eine effiziente Einarbeitung. Trotzdem ist die Temporärarbeit heute kein Notbehelf mehr – sondern ein strategisches Instrument für dynamische Bauunternehmen.
Die Festanstellung bleibt der stabile Anker eines jeden Bauunternehmens. Sie steht für Vertrauen, Kontinuität und Teamgeist.
Langjährige Mitarbeitende bringen tiefes Wissen über Abläufe, Materialien und Prozesse mit. Sie garantieren Qualität und tragen zur Unternehmenskultur bei. Zudem stärkt eine hohe Mitarbeiterbindung die Arbeitgebermarke – ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte.
Auf der anderen Seite sind Festanstellungen weniger flexibel, wenn Aufträge schwanken oder saisonale Spitzen anstehen. Die Fixkosten sind höher, dafür ist das Know-how dauerhaft im Unternehmen verankert. Für Kernpositionen – etwa Bauleiter, Poliere oder spezialisierte Fachkräfte – ist die Festanstellung die nachhaltigere Lösung.
Die Wahl zwischen Temporär und Fest hängt von mehreren Faktoren ab:
Viele erfolgreiche Bauunternehmen kombinieren beide Modelle: Ein Hybridansatz, bei dem temporäre Fachkräfte projektbasiert eingesetzt und durch feste Teams ergänzt werden, schafft das beste Gleichgewicht aus Effizienz und Stabilität.
Ein mittelgrosses Bauunternehmen aus Zürich nutzt seit Jahren ein gemischtes Modell. Das Kernteam – bestehend aus Projektleitern, Polieren und Bauleitern – ist fest angestellt. Für kurzfristige Auftragsspitzen oder Spezialarbeiten werden temporäre Fachkräfte über Plattformen wie Bauscout hinzugezogen.
Das Ergebnis: höhere Projektgeschwindigkeit, geringere Ausfallzeiten und messbar bessere Qualität. Digitale Matching-Systeme ermöglichen es, qualifizierte Bauprofis genau dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden – ohne lange Suchzeiten.
Temporär oder Festanstellung ist keine Grundsatzentscheidung. Die Kombination beider Modelle nutzt das Beste aus beiden Welten: Flexibilität in dynamischen Projektphasen und Stabilität durch erfahrene Kernteams.
So entsteht eine Personalstruktur, die Qualität, Effizienz und Planungssicherheit miteinander verbindet – und sich den Anforderungen des Baugewerbes flexibel anpassen kann.
BAUSCOUT vernetzt Unternehmen und Fachkräfte transparent, digital und ohne Vermittler. Echtzeit-Matching, Profilübersichten und direkte Kommunikation erleichtern den gesamten Prozess – von der Anfrage bis zum Einsatz auf der Baustelle.